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| Paracelsus |
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| Ein ruheloser Geist und visionärer Arzt - seiner Zeit weit voraus. |
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| "Alle Arzney ist in der Erden...." |
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Der große Arzt, Naturwissenschaftler, Humanist und Laienprediger wurde im Jahre 1493 im schweizerischen Einsiedeln als Sohn eines Arztes geboren. Mit neun Jahren kam er nach Villach in Kärnten, verbrachte hier prägende Jugendjahre, verließ die Stadt aber bereits mit sechzehn Jahren und besuchte als wandernder Scholar mehrere deutsche Universitäten.
Als Arzt zog er durch ganz Europa, war dem gemeinen Volke und den kämpfenden Soldaten zu Diensten, lehrte und lernte und ließ sich im Jahre 1525 erstmals in Salzburg nieder. Seine Beteiligung an den Bauernunruhen gegen den Salzburger Landesherren Kardinal Matthäus Lang nahm ihm die Obrigkeit übel und setzte ihn fest. Nach kurzer Gefangenschaft verließ Paracelsus Salzburg und wurde wieder wandernder Mediziner. 1540 kam er nach Salzburg zurück, wo er am 24. September 1541 starb. Der Sebastiansfriedhof ist seine letzte Ruhestätte. Der ruhelose Genius wurde nicht einmal 50 Jahre alt, die Geschichte von seinen Lehren und Taten hat hingegen ein halbes Jahrhundert überdauert.
Paracelsus war als Mediziner seiner Zeit weit voraus. Er erkannte den Irrsinn als Krankheit und setzte sich in Widerspruch zu Kollegen und Kirche, die hinter geistiger Verwirrung Besessenheit und Teufelswerk vermuteten. In seiner alchemistischen Stube entwickelte Paracelsus eine ganze Reihe von Medikamenten , die für Physis und Psyche wirkungsvoll waren. Einer Arbeit von Paracelsus verdanken auch die Gasteiner Thermalquellen erste Popularität.
Salzburg war der Ort, wo der medizinische Wanderer so etwas wie seßhaft wurde. Drei Wohnsitze sind nachgewiesen: Das Haus Pfeifergasse 11, das Haus Platzl 3 und das Haus Kaigasse 8, damals "Gasthaus Weißes Roß", wo Paracelsus drei Tage vor seinem Tod sein Testament diktierte. Das Salzburger Kurhaus im Mirabellgarten trägt seinen Namen. Vor dem Haupteingang zeugt eine überlebensgroße Statue davon, daß Salzburg nicht nur einen progressiven Arzt zu ehren weiß, sondern auch einen Europäer der frühen Tage, der die damals weit weniger weltoffene Stadt zum Angelpunkt seines Lebens machte.
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