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Salzburg und sein weißes Gold: Salz

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Die Geschichte von Salzstrassen, Piratenschlachten und Hexen.
Die reichen Salzlager südlich der Stadt auf dem Dürrnberg waren schon den Kelten und Römern bekannt und Salz als gewinnbringendes Handelsobjekt hoch geschätzt. Über den heutigen Stadtteil Maxglan führte bereits in der Römerzeit eine „Salzstraße“.

696 bot der bayerische Herzog Theodo II. dem Bischof Rupert von Worms die Gegend des heutigen Salzburgs zur Missionierung an. Dazu schenkte er ihm 20 Salzöfen und Salzpfannen bei Reichenhall. Rupertus gründete einen Bischofssitz und benannte die neue Siedlung, nach dem Salzvorkommen der nahen Berge, Salzburg. Die Salzach präsentierte sich wie schon eingangs erwähnt, als praktischer und flussabwärts sogar als bequemer Transportweg für die wertvolle Salzfracht. Den Transport besorgten Laufener und Oberndorfer Schiffleute, die schon 1278 von Erzbischof Friedrich II. ein Privileg erhielten.

Die „Piratenschlacht“ in Oberndorf und das Laufener „Schifferstechen“, die von den Schiffleuten heute noch als Brauchtum aufgeführt werden, lassen die alten Zeiten aufleben. Im sportlichen Wettkampf, versteht sich. Ob dabei Salz nach wie vor als Heilmittel für Hautverletzung oder gar – so wie schon im Mittelalter – als wirksames Mittel in der „Bekämpfung“ von Angreifern in Gestalt von Dämonen verwendet wird, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

Sicher ist, dass man sich bereits in vorchristlicher Zeit derartiger Methoden bediente. Eine uralte finnische Bezeichnung für „Hexe“ heißt gar wörtlich übersetzt: „Eine, die das Salz verflucht“. Und selbst der Übelste unter den Dämonen fürchtet den weißen Kristall, und ist allein durch dessen Hilfe zu überwinden. Und so erzählt man, biss sich eines Tages der dämonische Bote selbst seinen Schwanz ab, als man auf jenen Salz streute.

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