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Ein musikalischer Spaziergang |
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| „Ein hübsches junges Mädchen …“ |
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| Ein Streifzug durch Salzburgs musikalische Geschichte |
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Fünf Jahrhunderte vorher wirkte hier ein Künstler unter dem Namen „der Mönch von Salzburg“, der ganz und gar unmönchisch schrieb – „Wie schön das war. Ein hübsches junges Mädchen hat mich im Bett erfreut. Das hat mir gut getan …“
Wenn der gegenwärtige Stand der Forschung Recht behält, so sind der „Mönch von Salzburg“ und sein Fürstbischof Pilgrim ein und dieselbe Person. Als Pilgrim im 14. Jahrhundert regierte lag der Tag, da man die Festung zu bauen begann, schon dreihundert Jahre zurück. Und die Franziskanerkirche war schon damals ein halbes Jahrtausend alt – ebenso die Peterskirche. In deren rechten Seitenschiff, nahe dem Grab des Stadtheiligen Rupertus, finden sich in der Kirche dieses im deutschen Sprachraum einzigartigen Klosters – seine Geschichte reicht ohne Unterbrechung zurück ins 7. Jahrhundert – zwei Denkmäler.
Das eine Denkmal erinnert an die Freifrau von Sonnenburg, geborene Mozart, an das Nannerl, die Schwester eines Genies. Das andere Denkmal gedenkt des Bruders eines anderen Genies, es würdigt Michael Haydn, den jüngeren Bruders Joseph Haydns. Am 10. August 1806 start Johann Michael Haydn an der Schwindsucht. Er war in Rohrau, in Niederösterreich, zur Welt gekommen, war wie sein Bruder Joseph Sängerknabe an der Domkapelle von St. Stephan in Wien gewesen und wurde mit 26 Jahren 1763 Kapellmeister des Salzburger Fürsterbzischofs.
Michael Haydn folgte in dieser Funktion dem auf Reisen gehenden Leopold Mozart – von 1763 bis 1766 reist die komplette Familie Mozart von Wien bis London von Erfolg zu Erfolg. Und Michael Haydn bleibt in Salzburg. Er nimmt in späteren Jahren das Amt des Organisten und Konzertmeisters der Benediktiner von St. Peter an, lehnt die ehrenvollen Angebote des Großherzogs von Toscana und des Fürsten Esterházy ab und bleibt bis zu seinem letzten Tag in der Wahlheimat Salzburg. Nicht nur das Denkmal erinnert an den jüngeren Haydn – das Kloster St. Peter hält die Erinnerung an seinen einstigen Organisten in einer eigenen Gedenkstätte hoch.
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